Angeln im Bodetalsperrensystem
Bodetalsperren
Das Bodetalsperrensystem liegt auf der Harzhochfläche im
Bundesland Sachsen-Anhalt.
Es besteht aus 6 Talsperren:
Rappbodetalsperre
Rappbodevorsperre
Hasselvorsperre
Überleitungssperre Königshütte
Hochwasserrückhaltesperre Mandelholz
Talsperre Wendefurth
Diese 6 Gewässer weisen eine Gesamtwasserfläche von 498 Hektar auf. Ausgenommen der Talsperre Wendefurth werden die 5 anderen Talsperren von der Fischereipachtgemeinschaft Bodetalsperren e.V. bewirtschaftet. Die Talsperre Wendefurth wir von dem privaten Fischereibetrieb Herdam. Alle Talsperren sind vorrangig Raubfisch- und Salmonidengewässer, wobei die Hasselvorsperre auch für Karpfenfreunde ein vorzügliches Gewässer darstellt.
Bezugsquellen von Angellizenzen für die Bodetalsperren:
Zoo- und Angelmarkt, Johanniskirchweg 7, 38855 Wernigerode Tel: 03943-601199
Geschäftsstelle Fischereipachtgemeinschaft Bodetalsperren e.V., Am Fischerhof 3, 38855 Wernigerode, Tel: 03943-608477
Hotel „Grüne Tanne“ , Mandelholz 1, 38875 Mandelholz/Elend, Fam. Wewer, Tel. 039454-460, Homepage: www.mandelholz.eu
Angelfachgeschäft D. Venjakob, Nöschenröder Str. 3, 38855 Wernigerode, Tel: 03943-25378
Touristinformationen im Bodetalsperrengebiet
Richtlinien der Fischereipachtgemeinschaft Bodetalsperren e.V. in Auszügen:
Abfahrt nur über genehmigte Forstwege (Befahrgenehmigung ist Bestandteil der Lizenz)
Methoden:
schonendes Zurücksetzen
keine Boote
1 Kopfrute und 2 beringte Ruten ODER 1Spinnrute ODER 1 Fliegenrute
Fangbegrenzung:
4 Fische pro Tag; davon maximal 1 Zander, 2 Karpfen, 2 Schleien, 2 Hechte, 2
Aale, 3 Salmoniden
geschützte Arten:
Bachneunauge, Bitterling, Ellritze, Finte, Flußneunauge, Groppe, Moderlieschen,
Nase, Schlammpeitzker, Schmerle, Schneider
Die Rappbodetalsperre
Diese
Talsperre nimmt das ehemalige Tal der Rappbode ein. Am Beginn der Stausees sind
es zwei Arme, beginnend an den „Rabensteinen“ bei Trautenstein im Flußbett der
Rappbode sowie hinter der Staumauer der Hasselvorsperre im Tal der Hassel. In
unmittelbarer Nähe der Berggruppe „Bremsenköpfe“ vereinigen sich beide Arme zum
Rappbodestausee. In seinem Verlauf bis zur Rappbodestaumauer bei Wendefurth ist
der Stausee in ein wildromantisches Tal eingebettet und hat Gewässertiefen
zwischen 10 und 50 Meter aufzuweisen. Auch verzweigt sich der Stausee in seinem
Verlauf in zahlreiche Nebenarme.
Der Rappbodestausee hat einen guten Bestand an Hechten, Barschen und Forellen aufzuweisen. Am Ende der Schonzeit, Anfang Mai, beginnt die Fischwaid auf Esox. Der Hecht steht dann vorrangig in flachen Buchten und an Uferkanten in einer Tiefe bis zu 6-7 Metern. Kapitale stellen hier keine Seltenheit dar, Exemplare der 20 Pfundklasse werden regelmäßig gefangen, auch Exemplare der 30 Pfundklasse sind keine Seltenheit. Der Rekord in diesem Gewässer liegt bei ca. 40 Pfund. Erfolgversprechend ist hier die Methode des Kunstköderangelns mir Wobblern und Blinkern. Im Sommer und Herbst steht Esox dann in den tieferen Bereichen bis zu 30 Metern und lauert auf die Schwärme der Kleinen Maräne. Dann ist dem Angeln mit Gummifisch oder totem Köderfisch der Vorzug zu geben.
Der
Bestand an Barschen im Stausee kann man getrost als sehr gut bezeichnen. In
steter Regelmäßigkeit werden Barsche über 40 cm gefangen, Fische von 50- 60 cm
sind auch schon gelandet wurden. Als Köder für solch kapitale Burschen sind
Blinker und Spinner zu empfehlen. Die Fangplätze sind schier unendlich.
Ganzjährig können Forellen gefangen werden. Auch deren Bestand ist hervorragend. Fische von 30-40 cm sind die Regel, es sind aber auch schon zahlreiche kapitale Bach- und Regenbogenforellen um die 20 Pfund an den Haken gegangen.
Auch einen guten Karpfenbestand mit kapitalen Exemplaren gibt es, allerdings ist es nicht einfach einen guten Ansitzplatz zu finden. Und Bootsangeln ist auf dem Rappbodestausee grundsätzlich untersagt.
Besonders geeignete Parkmöglichkeiten findet man am Aussichtspunkt der Rappbodetalsperre, an der B81 bei der Harzköhlerei oder am Weg zum Aussichtspunkt „ Roter Stein“,
LINK zu Google Map: Rappbodetalsperre
Vorsperre Hassel
Zu
den baulichen Anlagen der Rappbodetalsperre gehört die Vorsperre Hassel am
Ausläufer des Stausees. Er ist im Normalfall ständig gefüllt und verhindert das
Trockenfallen der Flußtäler. Der Stausee ist an seiner tiefsten Stelle 21 m und
140 m lang.
Besonders gut zu erreichen ist die Vorsperre Hassel von dem bei Hasselfelde liegenden Hotel und Ausflugsrestaurant „Hagenmühle“. Den Stausee umschließt ein kompletter Wanderweg, so dass man sich seinen Angelplatz nach Wunsch auswählen kann.
Hier kommen vor allem Karpfenfreunde zu ihrem Recht. Alle gängigen Angelmethoden für Karpfen sind hier erfolgreich.
LINK zu Google Map: Vorsperre Hassel
Wendefurther Talsperre
Dieser
Stausee liegt unterhalb der mächtigen Staumauer der Rappbodetalsperre und windet
sich dort wie eine Schlange zu deren Füßen. Das Gewässer ist an den privaten
Fischer Herdam verpachtet, der es auch bewirtschaftet. Er hat einen guten
Bestand an Salmoniden aufgebaut und kann somit den Gästen ein attraktives Revier
bieten. Der Wendefurther ist auch der einzigste im Bodetalsperrenverbund auf dem
mir einem Boot geangelt werden darf.
Das ist insbesondere Günstig wenn es auf kapitale Hechte geht, die hier zahlreich anzutreffen sind. Denn insbesondere im Frühjahr steht Esox in unmittelbarer Ufernähe und vom Boot aus lassen sich die zu bevorzugenden Wobbler sowie Gummifisch zielgenau platzieren.
Aber auch wer es auf kapitale Karpfen abgesehen hat , findet hier ein erfolgversprechendes Gewässer. Allerdings sollte man sich dazu eine geeignete Uferstelle suchen. Gleiches gilt auch für den Aal. Mit dem Auto ist der Stausee sehr gut über die B81 zu erreichen und im verträumten Örtchen Wendfurth steht auch ein Großparkplatz zur Verfügung. Dort kann man auch gleich nebenan seine Angellizenz bei Fischer Herdam erwerben. Gleiches gilt auch für ein Boot. Die fangträchtigsten Stellen befinden sich allerdings auf der gegenüberliegenden Seite des Stausees.
Die Talsperre Wendefurth bietet den
Gästen des Harzes auch eine Besichtigung des
Inneren dieser Talsperre.
Weitere Infos unter:
Ausflugsziele-HarzUrlaub-Talsperren oder
www.talsperren-lsa.de
Angelberechtigung:
Fischer Herdam, Am Stausee 2, 38889 Wendefurth, Tel:
039456-906
Tageskarte pro Rute 5 Euro
Nachtangeln pro Rute 8 Euro
Übrigens, wer mal kein Glück haben sollte, in Wendefurth gibt es auch ein sehr gutes Fischrestaurant sowie eine Fischräucherei.
LINK zu Google Map: Wendefurth Talsperre
Überleitungssperre Königshütte
Die
Überleitungssperre Königshütte ist ein Bestandteil des Ostharzer
Rappbode-Talsperrensystems. In den Jahren 1952 bis 1956 wurde die 18 Meter hohe
und 108 Meter lange Staumauer erbaut. Sie befindet sich zwischen Rübeland und
Königshütte nahe der ehemaligen Trogfurter Brücke.
Bei maximalem Wasserstand ist der sich hinter der Betonmauer stauende See etwa 2,2 Kilometer lang und 150 Meter breit und bedeckt ein Fläche von 32 Hektar. Das Fassungsvermögen beträgt 1.200.000 Kubikmeter.
Damit ist sie der kleinste Stausee des Bodesystems. Der Fischbestand ist gut, von Forellen über Karpfen, Hecht und Barsch kann hier alles gefangen werden. Direkte Parkmöglichkeit am Stausee gibt es nicht. Man stellt sein Fahrzeug am besten am Ortsausgang von Königshütte, Richtung Tanne ab. Der Stausee ist allerdings zu Fuß gut zu erreichen, ein Wanderweg umschließt ihn vollkommen. Wer eine Angellizenz für das Rappbodetalsperrensystem erworben hat kann auch hier den „Wurm baden“.
LINK zu Google Map: Überleitungssperre Königshütte
Hochwasserrückhaltebecken Mandelholz
Das „Hochwasserschutzbecken wurde von 1952-57 erbaut und liegt 470 m ü. NN. Die Erddammhöhe beträgt 24 Meter, das max. Fassungsvermögen 5 Mio. m³ und die Wasserfläche nimmt zwischen 9 – 55 Hektar ein. Gespeist wird die Talsperre vom Wasser der Kalten Bode und der Wormke. Der Stausee wird im Volksmund Talsperre Mandelholz genannt und zählt ebenfalls zum Rappbodetalsperrensystem.
Dieser Stausee gilt als das am besten mit
Forellen besetzte Gewässer des Rappbodetalsperrensystems. Als Hauptfisch können
wir zweifelsohne die Regenbogenforelle benennen. Und die beißen im Frühjahr am
besten. Wo ein guter Fischbestand ist, gibt es selbstverständlich auch kapitale
Fische, denn nicht alle enden am Haken. Kapitale Salmoniden von über 50 cm sind
mehrfach überliefert.
Da der Stausee auch einen guten Bestand an Weißfisch hat,
gibt es auch reichlich gut genährte Hechte. Um Esox zum Anbiß zu verleiten sind
alle naturtreuen Kunstköder erste Wahl. Wenn sich das kalte Gebirgswasser etwas
erwärmt hat ist hier auch die Fischwaid auf Friedfische wie Karpfen und Schleien
sehr attraktiv. Am erfolgversprechensten sind hier Mais und Teig. Die Anfahrt
ist hier denkbar einfach. Die B27 von Elbingerode nach Mandelholz oder von
Braunlage bis Mandelholz, dann auf dem Parkplatz gegenüber dem Hotel „Grüne
Tanne“ das Fahrzeug abstellen. Dann bis zum Basthaus laufen. Oberhalb des
Basthauses, in Richtung Elbingerode oder gegenüber auf der anderen Seeseite sind
die besten Angelstrecken zu finden.
LINK zu Google Map: Hochwasserrückhaltebecken Mandelholz
Die Zilliertalsperre
Die
im nördlichen Teil des Harzes bei Wernigerode gelegene Talsperre wird von einem
malerischen Naturschutzgebiet umgeben. Der Wanderer erreicht die Anlage von
Wernigerode aus über das Mühlenbachtal oder das Zillierbachtal.
Der 1926 geplante Bau, der die Trinkwasserversorgung von Wernigerode abdecken sollte, wurde erst sieben Jahre später vollendet. Die 186 m lange und 47 m hohe Gewichtsstaumauer, regelt seit dieser Zeit den Wasserstand der Holtemme und versorgt Elbingerode und Wernigerode mit rund 2,8 Millionen Kubikmeter Trinkwasser.
LINK zu Google Map: Zilliertalsperre